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Bismuthum sulphuricum und ein selbstmordgefährdeter Ehemann

Von Jan Scholten

Eine 58 Jahre alte Frau klagt über multiple Beschwerden. Zunächst hat sie eine Entzündung der Augäpfel, die Augen schmerzen und sind gerötet. Auch die Knochen der Augenhöhlen schmerzen, manchmal ist es nachts schlimmer, manchmal schmerzt die linke Seite mehr. Zweitens hat sie eine Bursitis am rechten Arm und drittens hat sie „seit ewigen Zeiten“ Kopfschmerzen: einseitig, < 5 Uhr morgens, hinter dem Auge mit vertikaler Hemianopsie; sie sieht vertikale Linien im äußeren Blickfeld, die sich horizontal bewegen und sich später in ein „Schneefeld, wie auf einem Fernsehbildschirm“ verwandeln, << beim Blicken auf eine Lichtquelle. Außerdem hat sie eine chronische Parodontitis.

In der Krankengeschichte finden sich Hitzewallungen und Magenschmerzen.

Sie hat eine schwierige Ehe hinter sich mit einem Ehemann, der viel Aufmerksamkeit forderte. Er war sehr depressiv, drohte zehn lange Jahre mit Selbstmord und sagte oft zu ihr: „Wenn ich sterbe, dann ziehe ich dich mit runter“. Ihre Reaktion darauf war: „Selbst wenn ich bis zu meinem letzten Atemzug kämpfen muss wird es dir nicht gelingen“. Es war sehr schwierig für sie, weil sie lebenslustig, spontan und impulsiv ist und sich entgegen ihrer Natur an ihren Mann anpassen musste. Sie fühlte sich verantwortlich und hatte immer ein schlechtes Gewissen, wenn sie sich ab und zu Zeit für sich selbst nahm. Einmal wurde sie sehr wütend mit jemandem, der zu ihr sagte: „Du hast keinen Ehemann, sondern ein Mühlenstein um deinen Hals.“ Ihr Mann verletzte sie sehr mit Aussagen wie „Dein Körper ist nicht mehr so schön wie früher.“ Zum Schluss aber war sie von seinen Geschichten nur noch gelangweilt und wusste im Voraus, was er wieder sagen würde. Trotz ihrer Liebe für ihn gab es schließlich nur noch Streit und sie trennte sich von ihm. Ihr Mann wurde daraufhin drei Monate wegen seiner Depressionen stationär behandelt und danach war ein neuer Anlauf für sie ausgeschlossen. Sie lebten noch zwei Monate getrennt bis ihr Mann sich vor einen Zug warf und starb.

Sie fühlt sich nicht schuldig, bedauert aber sehr, dass sie zum Schluss nur noch Wut und Zorn für ihn übrig hatte. Sie bedauert, dass sie in den letzten 2-3 Wochen seines Lebens nicht netter zu ihm sein konnte.

Die Vergangenheit mit ihrem Mann hat sie immer noch fest im Griff und trübt ihre Tage. Alles, was sie tut, fühlt sich schwer an, „es ist keine Depression, nein, weit davon entfernt“. Die Ausstrahlung ihres Ehemannes ist immer noch präsent und raubt ihr viel Energie. Sie fühlt sich innerlich verhärtet, was sie ziemlich gehässig reagieren lässt. Wenn ihr jemand in die Quere kommt, dann wird sie sarkastisch.

Sie hätte gerne eine neue Beziehung, findet aber keinen Mann, der zu ihr passt. Außerdem hat sie wegen ihrer schlechten Erfahrungen Angst vor einer neuen Beziehung. Sie möchte mit niemandem mehr zusammenleben, sondern nur noch eine Beziehung mit zwei Haushalten führen.

Verlangen: Fleisch, Muscheln, Süßes, Salz, scharf gewürzte Speisen.

Abneigung: Saures, Senf.

Analyse: Die Analyse ist einfach, die Essenz des Falles ist wie folgt: Beschwerden durch den Selbstmord des Ehemannes. Das führt uns zu Bismuthum (Selbstmord) sulphuricum (des Ex-Mannes).

Das Verantwortungsgefühl für andere – in diesem Fall der Ehemann – passt zur Goldserie. Hier in diesem Fallbeispiel wird deutlich, dass sie ihm nach den vielen Jahren Ehe nicht mehr helfen kann. Sie muss die Verantwortung loslassen. Das Loslassen entspricht Stadium 15; Stadium 15 der Goldserie führt zu Bismuthum.

Bestätigt wird die Wahl des Arzneimittels durch die Entzündung der Augen und das Verlangen nach Fleisch. Auch die Kopfschmerzen passen dazu, insbesondere die Hemianopsie und die anderen Sehstörungen.

Zu sulphuricum passen: Verlangen Süßes, < 5 Uhr morgens, verletzt, weil sie nicht mehr schön ist.

 

Reaktion

Nach Bismuthum sulphuricum C200 hatte sie einen Traum: Sie befindet sich in einem zweistöckigen Haus. Sie ist mit einer Gruppe von Frauen und Kindern im zweiten Stock, an jeder Seite des Hauses sind Fenster. Plötzlich hören sie, wie im ersten Stockwerk eine Tür zugeschlagen wird und sie fühlen sich bedroht. Sie geht sehr leise zur Tür, die nach unten führt, schließt sie ab und setzt sich mit dem Rücken zur Tür gewandt davor. Dann schaut sie aus dem Fenster und sieht das Meer – es ist wunderschön. Plötzlich schließt sie die Tür wieder auf, weil die Bedrohung aus dem ersten Stock wieder weg ist. Alle gehen nach draußen und laufen zum Meer; sie fühlt sich mit dem Meer sehr verbunden, was sich sehr besonders anfühlt. Dann gehen alle wieder zurück zum Haus, an die Mauer des Hofes, wo viele Bäume stehen mit einem wunderbaren Gewirr an Ästen. Sie klettern alle die Bäume hinauf, um über die Mauer klettern zu können.

Der Traum fühlt sich gut an, wegen der Verbindung zum Meer und weil die vermeintliche Bedrohung sich als harmlos entpuppt. Die Bedrohung interpretiert sie als ihren männlichen Anteil, ihre intellektuelle Seite, die ihr ganzes Leben so lange dominiert hat und von dem sie sich bedroht fühlt. Im Anschluss an den Traum verschwinden ihre Kopfschmerzen.

Sie kommt mit einer ganz anderen Ausstrahlung wieder. Die Vergangenheit und vor allem die Zeit mit ihrem Mann sind immer noch da, aber es ist kein Problem mehr für sie. Es hat sie nicht mehr im Griff. Sie ist unabhängig geworden und kann das Leben genießen, sie liest auch wieder mal in Ruhe ein Buch. Die Schwere ist verschwunden und sie handelt nicht mehr so aus der Vergangenheit heraus. Die Härte in ihr ist weicher geworden, auf vieles kann sie jetzt mit Humor reagieren.

Nach vier Monaten haben die Entzündung der Augen, die Bursitis und die Parodontitis deutlich abgenommen. Das Ganze flammt noch einmal kurz auf als sie Stress hat, weil ihr Bruder im Sterben liegt. Die Parodontitis bleibt aber weg. Einige Monate und mehrere Mittelgaben später sind die Beschwerden fast vollständig verschwunden. Das Interesse an neuen Beziehungen ist auch erwacht.

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Kategorie: Mittel

Schlüsselwörter: Bismuthum, Verantwortung für andere, Selbstmord, selbstmordgefährdet, Beziehungsprobleme, Eheprobleme

Mittel: Bismuthum sulphuricum

Originalartikel: Interhomeopathy.org

Bismuthum sulphuricum und ein selbstmordgefährdeter Ehemann

Von Jan Scholten

Eine 58 Jahre alte Frau klagt über multiple Beschwerden. Zunächst hat sie eine Entzündung der Augäpfel, die Augen schmerzen und sind gerötet. Auch die Knochen der Augenhöhlen schmerzen, manchmal ist es nachts schlimmer, manchmal schmerzt die linke Seite mehr. Zweitens hat sie eine Bursitis am rechten Arm und drittens hat sie „seit ewigen Zeiten“ Kopfschmerzen: einseitig, < 5 Uhr morgens, hinter dem Auge mit vertikaler Hemianopsie; sie sieht vertikale Linien im äußeren Blickfeld, die sich horizontal bewegen und sich später in ein „Schneefeld, wie auf einem Fernsehbildschirm“ verwandeln, << beim Blicken auf eine Lichtquelle. Außerdem hat sie eine chronische Parodontitis.

In der Krankengeschichte finden sich Hitzewallungen und Magenschmerzen.

Sie hat eine schwierige Ehe hinter sich mit einem Ehemann, der viel Aufmerksamkeit forderte. Er war sehr depressiv, drohte zehn lange Jahre mit Selbstmord und sagte oft zu ihr: „Wenn ich sterbe, dann ziehe ich dich mit runter“. Ihre Reaktion darauf war: „Selbst wenn ich bis zu meinem letzten Atemzug kämpfen muss wird es dir nicht gelingen“. Es war sehr schwierig für sie, weil sie lebenslustig, spontan und impulsiv ist und sich entgegen ihrer Natur an ihren Mann anpassen musste. Sie fühlte sich verantwortlich und hatte immer ein schlechtes Gewissen, wenn sie sich ab und zu Zeit für sich selbst nahm. Einmal wurde sie sehr wütend mit jemandem, der zu ihr sagte: „Du hast keinen Ehemann, sondern ein Mühlenstein um deinen Hals.“ Ihr Mann verletzte sie sehr mit Aussagen wie „Dein Körper ist nicht mehr so schön wie früher.“ Zum Schluss aber war sie von seinen Geschichten nur noch gelangweilt und wusste im Voraus, was er wieder sagen würde. Trotz ihrer Liebe für ihn gab es schließlich nur noch Streit und sie trennte sich von ihm. Ihr Mann wurde daraufhin drei Monate wegen seiner Depressionen stationär behandelt und danach war ein neuer Anlauf für sie ausgeschlossen. Sie lebten noch zwei Monate getrennt bis ihr Mann sich vor einen Zug warf und starb.

Sie fühlt sich nicht schuldig, bedauert aber sehr, dass sie zum Schluss nur noch Wut und Zorn für ihn übrig hatte. Sie bedauert, dass sie in den letzten 2-3 Wochen seines Lebens nicht netter zu ihm sein konnte.

Die Vergangenheit mit ihrem Mann hat sie immer noch fest im Griff und trübt ihre Tage. Alles, was sie tut, fühlt sich schwer an, „es ist keine Depression, nein, weit davon entfernt“. Die Ausstrahlung ihres Ehemannes ist immer noch präsent und raubt ihr viel Energie. Sie fühlt sich innerlich verhärtet, was sie ziemlich gehässig reagieren lässt. Wenn ihr jemand in die Quere kommt, dann wird sie sarkastisch.

Sie hätte gerne eine neue Beziehung, findet aber keinen Mann, der zu ihr passt. Außerdem hat sie wegen ihrer schlechten Erfahrungen Angst vor einer neuen Beziehung. Sie möchte mit niemandem mehr zusammenleben, sondern nur noch eine Beziehung mit zwei Haushalten führen.

Verlangen: Fleisch, Muscheln, Süßes, Salz, scharf gewürzte Speisen.

Abneigung: Saures, Senf.

Analyse: Die Analyse ist einfach, die Essenz des Falles ist wie folgt: Beschwerden durch den Selbstmord des Ehemannes. Das führt uns zu Bismuthum (Selbstmord) sulphuricum (des Ex-Mannes).

Das Verantwortungsgefühl für andere – in diesem Fall der Ehemann – passt zur Goldserie. Hier in diesem Fallbeispiel wird deutlich, dass sie ihm nach den vielen Jahren Ehe nicht mehr helfen kann. Sie muss die Verantwortung loslassen. Das Loslassen entspricht Stadium 15; Stadium 15 der Goldserie führt zu Bismuthum.

Bestätigt wird die Wahl des Arzneimittels durch die Entzündung der Augen und das Verlangen nach Fleisch. Auch die Kopfschmerzen passen dazu, insbesondere die Hemianopsie und die anderen Sehstörungen.

Zu sulphuricum passen: Verlangen Süßes, < 5 Uhr morgens, verletzt, weil sie nicht mehr schön ist.

 

Reaktion

Nach Bismuthum sulphuricum C200 hatte sie einen Traum: Sie befindet sich in einem zweistöckigen Haus. Sie ist mit einer Gruppe von Frauen und Kindern im zweiten Stock, an jeder Seite des Hauses sind Fenster. Plötzlich hören sie, wie im ersten Stockwerk eine Tür zugeschlagen wird und sie fühlen sich bedroht. Sie geht sehr leise zur Tür, die nach unten führt, schließt sie ab und setzt sich mit dem Rücken zur Tür gewandt davor. Dann schaut sie aus dem Fenster und sieht das Meer – es ist wunderschön. Plötzlich schließt sie die Tür wieder auf, weil die Bedrohung aus dem ersten Stock wieder weg ist. Alle gehen nach draußen und laufen zum Meer; sie fühlt sich mit dem Meer sehr verbunden, was sich sehr besonders anfühlt. Dann gehen alle wieder zurück zum Haus, an die Mauer des Hofes, wo viele Bäume stehen mit einem wunderbaren Gewirr an Ästen. Sie klettern alle die Bäume hinauf, um über die Mauer klettern zu können.

Der Traum fühlt sich gut an, wegen der Verbindung zum Meer und weil die vermeintliche Bedrohung sich als harmlos entpuppt. Die Bedrohung interpretiert sie als ihren männlichen Anteil, ihre intellektuelle Seite, die ihr ganzes Leben so lange dominiert hat und von dem sie sich bedroht fühlt. Im Anschluss an den Traum verschwinden ihre Kopfschmerzen.

Sie kommt mit einer ganz anderen Ausstrahlung wieder. Die Vergangenheit und vor allem die Zeit mit ihrem Mann sind immer noch da, aber es ist kein Problem mehr für sie. Es hat sie nicht mehr im Griff. Sie ist unabhängig geworden und kann das Leben genießen, sie liest auch wieder mal in Ruhe ein Buch. Die Schwere ist verschwunden und sie handelt nicht mehr so aus der Vergangenheit heraus. Die Härte in ihr ist weicher geworden, auf vieles kann sie jetzt mit Humor reagieren.

Nach vier Monaten haben die Entzündung der Augen, die Bursitis und die Parodontitis deutlich abgenommen. Das Ganze flammt noch einmal kurz auf als sie Stress hat, weil ihr Bruder im Sterben liegt. Die Parodontitis bleibt aber weg. Einige Monate und mehrere Mittelgaben später sind die Beschwerden fast vollständig verschwunden. Das Interesse an neuen Beziehungen ist auch erwacht.

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Kategorie: Mittel

Schlüsselwörter: Bismuthum, Verantwortung für andere, Selbstmord, selbstmordgefährdet, Beziehungsprobleme, Eheprobleme

Mittel: Bismuthum sulphuricum

Originalartikel: Interhomeopathy.org




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