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Zusatzstoffe in Lebensmitteln: Wie schädlich sind sie für den Darm?

Aktuelles

Abbildung 1: Die Darmgesundheit kann durch zahlreiche Zusatzstoffe wie Konservierungsstoffe, Süßungsmittel oder Geschmacksverstärker beeinträchtigt werden, die in vielen Lebensmitteln enthalten sind.

Um Lebensmittel länger haltbar, geschmacksintensiver oder optisch ansprechender zu machen, werden sie oft mit Zusatzstoffen angereichert. Dies hat jedoch seinen Preis: Viele der Substanzen wie Emulgatoren, Süßstoffe und Verdickungsmittel stehen im Verdacht, das Darmmikrobiom zu schädigen. Es lohnt sich daher, die einzelnen Zusatzstoffe genauer unter die Lupe zu nehmen. In diesem Blogbeitrag erfahren Sie, welche Zusatzstoffe es gibt und wie diese sich konkret auf den Darm und die allgemeine Gesundheit auswirken können. Unsere 5 alltagstauglichen Tipps können Sie dabei unterstützen, den Konsum von Zusatzstoffen zu vermeiden und Ihren Darm zu stärken.

Was sind Zusatzstoffe?

Man findet sie in Fertiggerichten, Speiseeis, Saucen und vielen weiteren Lebensmitteln: sogenannte Zusatzstoffe. Die Hilfsstoffe werden den Produkten beigemischt, um deren Aussehen, Geschmack, Haltbarkeit oder Konsistenz zu verbessern. So sorgen Verdickungsmittel in vielen Joghurts für mehr Cremigkeit, Konservierungsstoffe halten Wurstwaren länger frisch und bestimmte Farbstoffe verleihen der Margarine ihre gelbe Farbe. In Ländern mit westlichem Lebensstil ist die Aufnahme von Lebensmittelzusatzstoffen generell sehr hoch. Ultra-hochverarbeitete Lebensmittel, die grundsätzlich viele Zusatzstoffe enthalten, machen hier mittlerweile fast 50 Prozent der Energieaufnahme aus.[1]

In der Europäischen Union sind derzeit rund 320 bis 340 Lebensmittelzusatzstoffe zugelassen. Um die Zulassung zu erhalten, müssen die Stoffe technologisch notwendig sowie gesundheitlich unbedenklich sein. Zudem dürfen sie den Verbraucher nicht durch falsches Aussehen oder Geschmack gezielt täuschen. Die Prüfung erfolgt durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA). Bevor die Stoffe verwendet werden dürfen, wird ihnen eine E-Nummer zugewiesen (z.B. E100 für Curcumin oder E951 für Aspartam).

Bedeutet das nun aber, dass alle Zusatzstoffe sicher sind? Nicht unbedingt. Die Stoffe gelten nur bis zu einem von der EFSA definierten Grenzwert (ADI = „Acceptable Daily Intake“) als sicher. Zudem werden die Substanzen ständig auf Basis der aktuellen Studienlage neu bewertet. Einige Stoffe wie Titandioxid (E171) wurden in den letzten Jahren aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse teilweise verboten. Sicherheit ist bei der Bewertung von Zusatzstoffen also kein festgeschriebener Zustand, sondern ein fortlaufender Prozess, in dem sich immer wieder Änderungen ergeben können.

Von Carrageen bis Aspartam: Die wichtigsten Zusatzstoffe im Überblick

Abbildung 2: In der EU sind rund 320 bis 340 Lebensmittelzusatzstoffe zugelassen – sie machen Produkte oft länger haltbar, cremiger oder geschmacksintensiver. Ein genauer Blick auf die Zutatenliste hilft, diese Zusatzstoffe zu erkennen und bewusster auszuwählen.

Die Bandbreite der Zusatzstoffe, die in industriell verarbeiteten Lebensmitteln vorkommen, ist groß. Teilweise haben die Substanzen einen natürlichen Ursprung. So wird beispielsweise das gelb-orangene Beta-Carotin häufig zur Färbung von Margarine verwendet. Die meisten Zusatzstoffe werden jedoch künstlich hergestellt oder durch gentechnische Verfahren gewonnen. Nachfolgend finden Sie eine Auswahl wichtiger Zusatzstoffgruppen, inklusive einer Beschreibung ihrer jeweiligen Funktion in Lebensmitteln.

  • Konservierungsstoffe: Die Stoffe dieser Gruppe werden eingesetzt, um die Frische von Lebensmitteln zu „konservieren“, sie also länger haltbar zu machen. Dabei verhindern Konservierungsstoffe (z.B. Sorbinsäure oder Natriumbenzoat) das Wachstum unerwünschter Mikroorganismen wie Bakterien und Hefen. Auch eine Schimmelbildung oder Bräunung von Lebensmitteln (z.B. von Trockenfrüchten oder Wein) wird durch bestimmte Konservierungsstoffe verhindert.
  • Farbstoffe: Wie der Name schon sagt, verleihen Farbstoffe wie Curcumin, Beta-Carotin oder Azofarbstoffe vielen Lebensmitteln eine ansprechende Farbe. Zu den Produkten, in denen häufig Farbstoffe enthalten sind, zählen Süßigkeiten, Fruchtjoghurts, Speiseeis, Limonaden, Cerealien und Wurstwaren.
  • Süßstoffe: Sogenannte Süßstoffe oder Zuckeraustauschstoffe sorgen für einen süßen Geschmack, enthalten dabei jedoch keine Kalorien oder weniger Kalorien als herkömmlicher Haushaltszucker. Bekannte Vertreter sind die hitzestabile Sucralose, die in vielen Light-Produkten vorkommt, sowie Aspartam, Sorbit, Acesulfam-K und Saccharin. Bei übermäßigem Verzehr können Süßstoffe Blähungen und Durchfall verursachen. Zudem stehen sie im Verdacht, das Darmmikrobiom negativ zu beeinflussen (s. Abschnitt „Wie wirken sich Zusatzstoffe auf die Darmgesundheit aus?“).
  • Emulgatoren: Wenn man Öl und Wasser mischt, setzt sich das Öl normalerweise nach kurzer Zeit ab. Damit das bei Lebensmitteln wie Mayonnaise, Eiscreme oder Schokolade nicht passiert, werden Emulgatoren eingesetzt. Hilfsstoffe wie Lecithin, Polysorbat 80 oder Gummi arabicum sorgen für eine gleichmäßige Konsistenz und können die Bildung von Ablagerungen und Klumpen in Lebensmitteln verhindern.
  • Verdickungsmittel und Stabilisatoren: Cremigkeit und eine bestimmte gel- oder geleeartige Textur von Lebensmitteln kann mit Hilfe von Stabilisatoren und Verdickungsmitteln erreicht werden. So ist Carrageen ein beliebtes Geliermittel in Puddings und Milchprodukten, während Xanthan gerne als Verdickungsmittel in Soßen und Dressings verwendet wird.
  • Geschmacksverstärker: Die zentrale Aufgabe von Geschmacksverstärkern besteht darin, den Eigengeschmack eines Lebensmittels zu intensivieren oder abzurunden. Viele der Zusatzstoffe auf dieser Gruppe wirken vor allem auf den herzhaften Umami-Geschmack, indem sie die Umami-Rezeptoren auf der Zunge aktivieren. Mononatriumglutamat (MSG) ist der am häufigsten eingesetzte Geschmacksverstärker, der unter anderem in Tütensuppen, Instantnudeln, Chips, Fertigpizza, Brühwürfeln sowie industriell hergestellten Asia- und Grillsoßen zu finden ist.
  • Antioxidationsmittel: Wenn Fette, Öle oder andere Lebensmittelbestandteile oxidieren, können sie ranzig werden, ihre Farbe verlieren oder unangenehm schmecken. Um das zu vermeiden, werden Antioxidationsmittel eingesetzt. Zusatzstoffe wie Ascorbinsäure, Natriumascorbat oder Butylhydroxyanisol (BHA) fangen Sauerstoff oder freie Radikale ab, bevor sie Fettmoleküle oder Vitamine angreifen können. Auf diese Weise bleibt das entsprechende Produkt länger frisch und genießbar.
  • Säuerungs- und Feuchthaltemittel: Zitronensäure, Essigsäure, Gelatine und Glycerin zählen zu den Zusatzstoffen, die den pH-Wert von Lebensmitteln stabilisieren sowie Frische und Feuchtigkeit erhalten sollen. Während Säuerungsmittel für einen sauren Geschmack sorgen (z.B. Zitronensäure in Limonade), verhindern Feuchthaltemittel die Austrocknung und Kristallisation von Lebensmitteln wie Honig oder Süßwaren.

Wie wirken sich Zusatzstoffe auf die Darmgesundheit aus?

Abbildung 3: Zusatzstoffe können die Darmbarriere und das empfindliche Gleichgewicht des Mikrobioms stören – mit möglichen Folgen wie Entzündungen oder Bauchbeschwerden.

Nicht nur in der traditionellen ayurvedischen Lehre wird der Darm oft als das „Wurzelsystem“ des Menschen bezeichnet. Auch aus schulmedizinischer Sicht spielt das Organ eine zentrale Rolle für das körperliche und psychische Wohlbefinden. Neben seiner bekannten Funktion bei der Verdauung ist der Darm auch an der Bildung von Vitaminen sowie an der Ausscheidung von Abfallstoffen und Toxinen beteiligt. Über die sogenannte Darm-Hirn-Achse kommuniziert er zudem ständig mit unserem Gehirn und beeinflusst durch die Produktion von Neurotransmittern wie Serotonin unter anderem Stimmung, Motivation und Appetit. Nicht zuletzt ist der Darm der Hauptsitz unseres Immunsystems. Unser Darmmikrobiom – die Billionen von Bakterien in unserem Darm – erkennen Schadstoffe und Krankheitserreger, unterstützen die Antikörperbildung und regulieren Entzündungsprozesse.

In den letzten Jahren hat sich in der Forschung immer deutlicher herauskristallisiert, wie stark Zusatzstoffe unseren Darm und insbesondere das Darmmikrobiom beeinflussen können.[2] So sind einige Emulgatoren imstande, die Schleimschicht des Darms anzugreifen und Entzündungsprozesse zu begünstigen. Süßstoffe wie Aspartam und Sucralose stehen im Verdacht, die Zusammensetzung der Darmbakterien ungünstig zu verändern und den Glukosestoffwechsel zu beeinflussen. Auch die Verdauung und Nährstoffaufnahme kann durch Zusatzstoffe leiden: Zuckeralkohole (z.B. Sorbit, Maltit und Mannit), die häufig in Produkten wie Kaugummis, Bonbons, Light-Getränken oder zuckerreduzierten Backwaren enthalten sind, wirken osmotisch und ziehen Wasser in den Darm. Dies kann vor allem bei empfindlichen Personen mitunter zu Durchfällen und Blähungen führen.

Langfristige Folgen einer hohen Aufnahme von Zusatzstoffen

Obwohl Zusatzstoffe in Lebensmitteln laufend wissenschaftlich untersucht werden, handelt es sich bei einem Großteil der durchgeführten Untersuchungen um Tierstudien. Die langfristigen Effekte auf den Menschen sind hingegen noch nicht umfassend untersucht. Viele Experten sprechen sich aus diesem Grund umso eindringlicher dafür aus, Zusatzstoffe sicherheitshalber zu meiden oder den Konsum stark zu reduzieren. Die Notwendigkeit groß angelegter Humanstudien, die die Auswirkungen von Zusatzstoffen auf das Mikrobiom, die Darmbarriere und Entzündungsprozesse im Körper untersuchen, wird von Fachgesellschaften wie der „Deutschen Gesellschaft für Mukosale Immunologie und Mikrobiom“ (DGMIM) immer wieder betont.[3]

Nachfolgend stellen wir Ihnen einige der in Tierstudien oder kleinen Humanstudien beobachteten potenziellen Folgen einer langfristig hohen Aufnahme von Zusatzstoffen vor.

1. Colitis ulcerosa

Einige Tierstudien liefern deutliche Hinweise darauf, dass bestimmte Emulgatoren und Verdickungsmittel die chronisch-entzündliche Darmerkrankung Colitis ulcerosa verursachen können. So erkrankten Versuchsmäuse, die im Rahmen einer Studie das Verdickungsmittel Carboxymethylcellulose (CMC) sowie den Emulgator Polysorbat 80 (P80) über das Trinkwasser aufnahmen, bei genetischer Prädisposition an einer ausgeprägten Colitis. Zudem kam es bei vielen Tieren zu Darmentzündungen, Übergewicht und einer Insulinresistenz.[4]

In einer Humanstudie aus dem Jahr 2019 verzichteten Morbus Crohn-Patienten gänzlich auf Lebensmittel, die Carrageen und weitere Emulgatoren enthielten. Der Verzicht beeinflusste die Zusammensetzung der Mikrobiota im Darm sowie die Krankheitssymptome der Patienten positiv.[5]

2. Glukoseintoleranz / Typ-2-Diabetes

Süßstoffe wie Aspartam, Saccharin, Sucralose oder Acesulfam-K stehen schon lange in der Kritik. Die Zusatzstoffe, die in vielen Light-Getränken, Milchprodukten und Desserts enthalten sind, versprechen kalorienfreie Süße und sollen bei der Gewichtsabnahme unterstützen. Studien zeigen jedoch, dass bestimmte Süßstoffe das Wachstum und den Metabolismus nützlicher Darmbakterien beeinflussen können. In einer Studie aus dem Jahr 2023 konnte eine Abnahme der Gattungen Lactobacillus und Bifido durch den Konsum der Süßstoffe Saccharin, Stevia, Sucralose und Aspartam nachgewiesen werden. Parallel dazu vermehrten sich einige unerwünschte Bakterienstämme.[6]

Langfristig können Süßstoffe eine ungünstige mikrobielle Verschiebung und dadurch die Entstehung einer Glukoseintoleranz und eines Typ-2-Diabetes begünstigen.[7]

3. Geschwächtes Immunsystem

Der Darm ist unser wichtigstes Immunorgan, das bis zu 80 Prozent aller körpereigenen Immunzellen beherbergt. Im Zusammenspiel mit dem Darmmikrobiom begeben sich Immunzellen wie T-Zellen, B-Lymphozyten und Plasmazellen in eine Art „Trainingslager“. Hier lernen sie, zwischen „Freund“ und „Feind“ beziehungsweise zwischen harmlosen und schädlichen Substanzen, die den Körper erreichen, zu unterscheiden. Wird das Mikrobiom durch die Aufnahme von Zusatzstoffen geschwächt, hat dies unmittelbare Auswirkungen auf unsere Abwehrkräfte. Es kann zu einer geschwächten Immunabwehr sowie in der Folge zu vermehrten Infekten kommen.

4. Übergewicht und Heißhunger

Zusatzstoffe können nicht nur die Schleimschicht des Darms angreifen, Entzündungen fördern und den Blutzuckerspiegel stören – sie beeinflussen mitunter auch das Sättigungsgefühl sowie bestimmte Appetithormone. Bei einigen Menschen führen die durch Süßstoffe bedingten Veränderungen des Mikrobioms zu vermehrtem Appetit, einem gestörten Glukosestoffwechsel und langfristig zu Übergewicht.[8] Zudem zeigte sich in Tierstudien, dass einige Emulgatoren niedriggradige Entzündungen fördern können, die Übergewicht und Heißhunger begünstigen.[9]

Darm stärken, Zusatzstoffe meiden: 5 praktische Tipps für den Alltag

Abbildung 4: Bevorzugt zu frischen, unverarbeiteten Lebensmitteln zu greifen, ist eine gute erste Maßnahme, um die Aufnahme von Zusatzstoffen zu umgehen.

Da Zusatzstoffe in einer Vielzahl von Lebensmitteln enthalten sind, ist es gar nicht so leicht, sie im Alltag zu umgehen. Unsere Tipps können Sie dabei unterstützen, Zusatzstoffe in Lebensmitteln zu erkennen, ihren Konsum zu reduzieren und Ihre Darmgesundheit im Allgemeinen zu stärken.

  • Lesen Sie Lebensmitteletiketten und kaufen Sie bewusst ein: Selbst in Produkten, die auf den ersten Blick „gesund“ erscheinen, verstecken sich oft Zusatzstoffe. Es lohnt sich daher, beim Einkauf von verpackten Lebensmitteln öfter einmal aufs Etikett zu schauen. Achten Sie insbesondere auf E-Nummern sowie auf enthaltene Süßstoffe (z.B. Aspartam, Sucralose, Acesulfam-K). Übrigens ist es ein Mythos, dass Bio-Produkte immer frei von Zusatzstoffen sind. Für Bio-Lebensmittel sind zwar grundsätzlich weniger Zusatzstoffe erlaubt, sie können aber durchaus auch hier enthalten sein.
  • Essen Sie möglichst frisch und unverarbeitet: Wer viele verarbeitete Produkte mit Zusatzstoffen konsumiert, isst dafür häufig weniger vollwertige und nährstoffreiche Lebensmittel. Diese sind jedoch für die Gesundheit und die Prävention diverser Erkrankungen enorm wichtig. Bei einer unausgewogenen Ernährung ist unter anderem das Risiko für Übergewicht, Bluthochdruck, Insulinresistenz und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht. Wählen Sie daher vor allem frische und naturbelassene Lebensmittel. Ihre Ernährung sollte vorrangig aus natürlichen Lebensmitteln wie Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Nüssen und Saaten bestehen.
  • Kochen Sie regelmäßig selbst: Mahlzeiten selbst zuzubereiten, kann nicht nur Freude bereiten und entspannen. Indem Sie die Zutaten selbst auswählen, haben Sie außerdem genau im Blick, was später auf dem Teller landet. Achten Sie auch auf die Vielfalt der Nahrungsmittel: Wer es schafft, mindestens 30 unterschiedliche pflanzliche Lebensmittel pro Woche zu essen, fördert damit nachweislich die eigene Mikrobiom-Vielfalt.[10]
  • Integrieren Sie fermentierte Produkte: Fermentierte Lebensmittel wie Kefir, Sauerkraut, Kimchi, Miso oder Kombucha liefern probiotische Bakterien, die unser Mikrobiom unterstützen. Natürliche Probiotika können daher eine wichtige Stellschraube sein, um die eigene Darmgesundheit gezielt zu fördern.
  • Genießen Sie Ihre Mahlzeiten achtsam und in Ruhe: Die Auswirkungen von Stress auf den Darm sind nicht zu unterschätzen. So kann chronischer Stress das Mikrobiom verändern, Entzündungswerte erhöhen und Heißhunger fördern. Umso wichtiger ist es, zu versuchen, Stress generell zu minimieren, aber insbesondere auch Ihre Mahlzeiten in einer entspannten Atmosphäre einzunehmen. In Ruhe zu essen, kann auch dabei helfen, den Geschmack der Lebensmittel bewusster wahrzunehmen. Langfristig kann dieses achtsame Essen dazu führen, dass der Geschmack von Zusatzstoffen als unangenehm empfunden wird und verarbeitete Produkte automatisch gemieden werden.

Disclaimer

Dieser Artikel ersetzt keine Behandlung durch einen qualifizierten Therapeuten. Die Grundlage dieses Beitrags bilden Studien und aktuelle Literatur. Er darf nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden. Besprechen Sie ggf. Ihre Inspirationen aus diesem Artikel mit einem Therapeuten Ihres Vertrauens.

Biografisches

Katharina Korbach schreibt für den Narayana Verlag regelmäßig Blogbeiträge über Heilpflanzen und natürliche Wirkstoffe. Schon früh begann sie, sich für Sprache zu interessieren und eigene literarische Texte zu verfassen. Eine schwere Erkrankung während ihrer Abiturzeit veranlasste eine intensive Beschäftigung mit Gesundheits- und Ernährungsthemen, die bis heute anhält. Nach dem wiederholten Scheitern schulmedizinischer Behandlungsmethoden entschied sie sich für einen selbstwirksameren, naturheilkundlichen Therapieansatz. Eine pflanzenbasierte Ernährung war ein wesentlicher Schlüssel auf ihrem Heilungsweg.

Katharina studierte Kulturwissenschaften (B.A.) und Angewandte Literaturwissenschaft (M.A.). 2022 veröffentlichte sie ihren Debütroman „Sperling“ im Berlin Verlag. Heute lebt sie als freie Autorin, medizinische Redakteurin und Dozentin in Berlin. Ihre freie Zeit verbringt sie am liebsten mit Freunden oder beim Barre-Training. Außerdem liebt sie es, zu reisen und neue vegane Rezepte auszuprobieren.


[1] Deutsches Gesundheits Portal (DGP): Zusatzstoffe in Lebensmitteln begünstigen Darmentzündungen. 2023 Jan 25. https://www.deutschesgesundheitsportal.de/2023/01/25/zusatzstoffe-in-lebensmitteln-beguenstigen-darmentzuendungen/ (aufgerufen: 08.10.2025).

[2] Seto T, Grondin JA, Khan WI. Food Additives: Emerging Detrimental Roles on Gut Health. FASEB J. 2025 Jul 15. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40622070/.

[3] Stein J. Zusatzstoffe in Lebensmitteln: Emulgatoren können eine Colitis auslösen. https://www.dgmim.de/wissenschaft/zusatzstoffe-in-lebensmitteln-emulgatoren-koennen-eine-colitis-ausloesen/ (aufgerufen: 08.10.2025).

[4] Bancil AS, Sandall AM, Rossi M, Chassaing B, Lindsay JO, Whelan K. Food Additive Emulsifiers and Their Impact on Gut Microbiome, Permeability, and Inflammation: Mechanistic Insights in Inflammatory Bowel Disease. J Crohns Colitis. 2021 Jun 22. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33336247/.

[5] Levine A, Wine E, Assa A, Sigall Boneh R, Shaoul R, Kori M, Cohen S, Peleg S, Shamaly H, On A, Millman P, Abramas L, Ziv-Baran T, Grant S, Abitbol G, Dunn KA, Bielawski JP, Van Limbergen J. Crohn's Disease Exclusion Diet Plus Partial Enteral Nutrition Induces Sustained Remission in a Randomized Controlled Trial. Gastroenterology. 2019 Aug. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31170412/.

[6] de Souza Lopes A, Elisabete Costa Antunes A, Idelça Aires Machado K, Sartoratto A, Cristina Teixeira Duarte M. The impact of antimicrobial food additives and sweeteners on the growth and metabolite production of gut bacteria. Folia Microbiol (Praha). 2023 Oct. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37480433/.

[7] Suez J, Cohen Y, Valdés-Mas R, Mor U, Dori-Bachash M, Federici S, Zmora N, Leshem A, Heinemann M, Linevsky R, Zur M, Ben-Zeev Brik R, Bukimer A, Eliyahu-Miller S, Metz A, Fischbein R, Sharov O, Malitsky S, Itkin M, Stettner N, Harmelin A, Shapiro H, Stein-Thoeringer CK, Segal E, Elinav E. Personalized microbiome-driven effects of non-nutritive sweeteners on human glucose tolerance. Cell. 2022 Sep 1. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35987213/.

[8] Suez J, Korem T, Zeevi D, Zilberman-Schapira G, Thaiss CA, Maza O, Israeli D, Zmora N, Gilad S, Weinberger A, Kuperman Y, Harmelin A, Kolodkin-Gal I, Shapiro H, Halpern Z, Segal E, Elinav E. Artificial sweeteners induce glucose intolerance by altering the gut microbiota. Nature. 2014 Oct 9. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25231862/.

[9] Chassaing B, Koren O, Goodrich JK, Poole AC, Srinivasan S, Ley RE, Gewirtz AT. Dietary emulsifiers impact the mouse gut microbiota promoting colitis and metabolic syndrome. Nature. 2015 Mar 5. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25731162/.

[10] Stanford J, Stefoska-Needham A, Jiang X, McWhinney B, Hassan HIC, El-Omar E, Charlton K, Lambert K. High-Diversity Plant-Based Diet and Gut Microbiome, Plasma Metabolome, and Symptoms in Adults with CKD. Clin J Am Soc Nephrol. 2025 May 1. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40094861/.


Abbildung 1: Berit Kessler/shutterstock.com ; Abbildung 2: voronaman/shutterstock.com ; Abbildung 3: tawanroong/shutterstock.com ; Abbildung 4: STEKLO/shutterstock.com


06.11.2025

Katharina Korbach