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Cortisol und Schlaf: So beeinflusst das Stresshormon die Nachtruhe

Aktuelles
Ausgeglichener Cortisolrhythmus als Grundlage für erholsamen Schlaf und eine stabile innere Uhr

Abbildung 1: Ein ausgeglichener Cortisolrhythmus ist eine wichtige Voraussetzung für erholsamen Schlaf und eine intakte innere biologische Uhr.

Schlafprobleme zählen zu den häufigsten gesundheitlichen Beschwerden unserer Zeit. Viele Menschen fühlen sich abends zwar erschöpft, können aber nur schwer einschlafen oder wachen nachts immer wieder auf. Eine mögliche Ursache hierfür ist ein aus dem Takt geratener Cortisolrhythmus. Denn das auch als „Stresshormon“ bekannte Cortisol spielt eine zentrale Rolle für unseren Schlaf-Wach-Rhythmus. In diesem Blogbeitrag erfahren Sie, welche Aufgaben Cortisol im Körper genau übernimmt, wie ein erhöhter Cortisolspiegel die Schlafqualität beeinträchtigen kann und mit welchen naturheilkundlichen sowie alltagsnahen Maßnahmen Sie einen gesunden Cortisolrhythmus unterstützen können.

Was ist Cortisol?

Cortisol aus der Nebennierenrinde unterstützt Energie-, Stoffwechsel- und Immunfunktionen

Abbildung 2: Cortisol wird in der Nebennierenrinde gebildet und erfüllt eine Vielzahl lebenswichtiger Aufgaben im Energie-, Stoffwechsel- und Immunsystem.

Das gemeinhin auch als „Stresshormon“ bekannte Cortisol wird in der Nebennierenrinde gebildet und zählt zu den sogenannten Glukokortikoiden. Vor allem in körperlichen oder psychischen Belastungssituationen steigt seine Ausschüttung an. Cortisol wird jedoch nicht nur bei Stress produziert, sondern erfüllt rund um die Uhr zahlreiche essenzielle Aufgaben im menschlichen Organismus. Die Freisetzung erfolgt über die sogenannte Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse (HPA-Achse) – ein komplexes hormonelles Regulationssystem, das die Cortisolproduktion präzise an den jeweiligen körperlichen Bedarf anpasst.

Zu den wichtigsten Funktionen von Cortisol zählt die Bereitstellung von Energie. Unter anderem sorgt das Hormon dafür, dass dem Körper in Belastungssituationen ausreichend Glukose zur Verfügung steht. Dafür fördert es die Neubildung von Glukose in der Leber und beeinflusst zudem den Stoffwechsel von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen. Darüber hinaus trägt Cortisol zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutdrucks sowie zu einer normalen Funktion des Herz-Kreislauf-Systems bei. Gleichzeitig reguliert es eine Vielzahl immunologischer Prozesse und wirkt entzündungshemmend – eine Eigenschaft, die auch therapeutisch beispielsweise bei der Behandlung entzündlicher oder allergischer Erkrankungen mit Cortisonpräparaten genutzt wird.

Da das Hormon lebenswichtig ist, darf das Ziel nicht sein, Cortisol möglichst stark zu senken oder vollständig zu vermeiden. Vielmehr kommt es auf die richtige Menge zum richtigen Zeitpunkt an. Ein ausgewogener Cortisolspiegel hilft dem Körper dabei, morgens leistungsfähig zu sein und auf Belastungen angemessen zu reagieren. Problematisch wird Cortisol erst, sobald der natürliche Tagesrhythmus dauerhaft gestört ist. Welche negativen Effekte ein erhöhter Cortisolspiegel auf die Schlafqualität haben kann, erfahren Sie im nächsten Abschnitt.

Der natürliche Cortisolrhythmus und seine Bedeutung für den Schlaf

Natürlicher Cortisolrhythmus mit hohen Werten am Morgen und niedrigen Konzentrationen am Abend

Abbildung 3: Ein intakter Cortisolrhythmus ist durch hohe Werte am Morgen und niedrige Konzentrationen am Abend gekennzeichnet.

Für einen erholsamen Schlaf ist unsere innere biologische Uhr – der sogenannte zirkadiane Rhythmus – von enormer Bedeutung. In diesem fein abgestimmten System spielen Cortisol und das Schlafhormon Melatonin jeweils eine Schlüsselrolle. Während der Cortisolspiegel morgens seinen Höchststand erreicht und den Körper auf das Aufwachen vorbereitet, sinkt er im Laufe des Tages kontinuierlich. In den Abendstunden und während der ersten Nachthälfte sollten die Cortisolwerte im Idealfall besonders niedrig sein, damit der Organismus zur Ruhe kommen und das Melatonin seine schlaffördernde Wirkung entfalten kann. Bereits einige Stunden vor dem Aufwachen beginnt der Cortisolspiegel wieder anzusteigen, um den Körper auf den neuen Tag vorzubereiten.

Gerät dieser natürliche Tagesrhythmus aus dem Gleichgewicht, wirkt sich dies nicht selten unmittelbar auf die Schlafqualität aus. Chronischer Stress, anhaltendes Grübeln, Schlafmangel, Schichtarbeit oder ein allgemein rastloser und hektischer Lebensstil können dazu führen, dass der Cortisolspiegel am Abend nicht ausreichend absinkt. Der Körper bleibt dann gewissermaßen in einem Zustand erhöhter Alarmbereitschaft, obwohl er sich eigentlich auf die Nachtruhe vorbereiten sollte. Typische Folgen sind Einschlafprobleme, häufiges nächtliches Erwachen, frühes Aufwachen oder das Gefühl, morgens trotz ausreichender Schlafdauer nicht erholt zu sein. Hinzu kommt, dass Schlafmangel wiederum die Aktivität der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse (HPA-Achse) steigern und dadurch die Cortisolausschüttung zusätzlich erhöhen kann. So entsteht ein Teufelskreis, in dem sich Stress und Schlafprobleme gegenseitig verstärken.

Was sagt die Wissenschaft über den Zusammenhang zwischen Cortisol und Schlaf?

Die enge Wechselwirkung zwischen Cortisol und Schlaf bestätigen auch zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen. So nennt eine Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2021 niedrige Cortisolwerte am Abend und einen Anstieg in den frühen Morgenstunden als wesentliche Voraussetzung für einen intakten Schlaf-Wach-Rhythmus.1 Eine weitere Review aus demselben Jahr kommt zu dem Schluss, dass erhöhte abendliche Cortisolspiegel häufig mit einer schlechteren Schlafqualität und Schlafstörungen assoziiert sind.2 Auch frühere Studien zeigen, dass chronischer Stress, Schlafmangel und erhöhte Cortisolspiegel sich gegenseitig verstärken und langfristig diverse Schlafprobleme begünstigen können.3

Diese Erkenntnisse werden durch Beobachtungsstudien gestützt. So bewerteten in einer Untersuchung mit Erwachsenen zwischen 56 und 75 Jahren jene Teilnehmende mit einer idealen nächtlichen Cortisoldynamik die eigene Schlafqualität deutlich besser als Probanden mit einem gestörten Cortisolverlauf.4 Eine weitere Studie aus dem Jahr 2017 fand ebenfalls Hinweise darauf, dass Schlafstörungen und häufiges nächtliches Erwachen oftmals mit erhöhten nächtlichen Cortisolspiegeln einhergehen.5 Wenngleich Cortisol nur einer von vielen Faktoren ist, die den Schlaf beeinflussen können, verdeutlicht die aktuelle Studienlage dennoch eindrücklich, wie wichtig ein intakter Cortisolrhythmus für eine erholsame Nachtruhe ist.

Den Cortisolrhythmus natürlich unterstützen: Aromatherapie und Adaptogene

Aromatherapie und Adaptogene zur Unterstützung eines gesunden Cortisolrhythmus

Abbildung 4: Aromatherapie und Adaptogene können einen gesunden Cortisolrhythmus fördern und den Körper auf unterschiedliche Weise dabei unterstützen, besser mit Stress umzugehen.

Es gibt verschiedene naturheilkundliche Ansätze, die den Körper dabei unterstützen können, besser mit Stress umzugehen und einen ausgeglichenen Cortisolrhythmus zu fördern. Besonders intensiv untersucht wurden in den vergangenen Jahren die Aromatherapie sowie sogenannte Adaptogene – pflanzliche Wirkstoffe, die die Widerstandsfähigkeit gegenüber körperlichen und psychischen Belastungen erhöhen sollen. Wichtig zu betonen ist jedoch, dass beide Verfahren weder eine gute Schlafhygiene noch eine medizinische Behandlung ersetzen, diese aber durchaus sinnvoll ergänzen können.

1. Adaptogene

Adaptogene sind Heilpflanzen, denen die Eigenschaft zugeschrieben wird, den Organismus bei der Stressanpassung zu unterstützen. Sie sollen dazu beitragen, die Aktivität des zentralen hormonellen Stresssystems – der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse (HPA-Achse) – zu regulieren und so die Stressreaktion des Körpers abzumildern. Zu den bekanntesten Adaptogenen zählen Ashwagandha (Schlafbeere) und Rosenwurz (Rhodiola rosea).

Die wissenschaftliche Evidenz zu diesen Pflanzen hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Unter anderem wertete ein aktuelles systematisches Review klinische Studien zu Ashwagandha und Rosenwurz aus.6 Die Autoren fanden Hinweise darauf, dass beide Pflanzen Stress reduzieren, das psychische Wohlbefinden verbessern und über eine Modulation der HPA-Achse möglicherweise auch zu einer besseren Schlafqualität beitragen können. Obwohl weitere hochwertige Studien notwendig sind, um dies zu untermauern, sprechen die bisherigen Ergebnisse dafür, dass Adaptogene insbesondere bei stressbedingten Schlafproblemen unterstützend wirken könnten.

2. Aromatherapie

Die Aromatherapie wiederum nutzt ätherische Öle, um Körper und Psyche positiv zu beeinflussen. Über den Geruchssinn gelangen die Duftstoffe in das limbische System – jenen Hirnbereich, der unter anderem an der Regulation von Emotionen und Stressreaktionen beteiligt ist. Vor allem Lavendelöl zählt zu den am besten untersuchten ätherischen Ölen im Zusammenhang mit Schlaf und Entspannung. Es kann beispielsweise über einen Diffuser, als Kissenspray, Badezusatz oder verdünntes Massageöl angewendet werden.

Auch die Studienlage fällt insgesamt positiv aus. Eine aktuelle Meta-Analyse, die elf randomisierte kontrollierte Studien mit insgesamt 628 Teilnehmenden untersuchte, zeigte, dass Lavendel-Aromatherapie die Schlafqualität bei Erwachsenen signifikant verbessern kann.7 Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt ein weiteres systematisches Review, das 34 Studien auswertete: Vor allem die Inhalation von Lavendelöl wurde mit einer verbesserten Einschlafzeit und einer höheren Schlafqualität assoziiert.8 Darüber hinaus verringerte sich in einer Pilotstudie durch das Einatmen von Lavendelöl während des Schlafs die Konzentration verschiedener Stressmarker wie α-Amylase und Chromogranin A.9 Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Aromatherapie den Körper bei der Entspannung unterstützen und die nächtliche Stressreaktion abschwächen kann. Allerdings sind weitere hochwertige Studien erforderlich, um die langfristige Wirksamkeit abschließend zu beurteilen.

Von Tageslicht bis Abendroutine: 7 Tipps für einen ausgeglichenen Cortisolhaushalt

Regelmäßige Schlafzeiten, Tageslicht und Entspannungsrituale unterstützen den natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus

Abbildung 5: Regelmäßige Schlafzeiten, Tageslicht und geeignete Entspannungsrituale unterstützen den natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus sowie die Cortisolregulation.

Ein ausgeglichener Cortisolrhythmus lässt sich nicht durch eine einzelne Maßnahme beeinflussen. Vielmehr ist er das Ergebnis verschiedener Lebensstilfaktoren, die sich gegenseitig ergänzen und die innere Uhr des Körpers täglich neu synchronisieren. Bereits kleine Veränderungen im Alltag können dazu beitragen, die natürliche Cortisolausschüttung zu unterstützen und damit auch die Schlafqualität langfristig zu verbessern. Die folgenden sieben Empfehlungen basieren auf den Erkenntnissen der Chronobiologie und der Schlafforschung und lassen sich ohne großen Aufwand in den Alltag integrieren.

  • Starten Sie den Tag mit ausreichend Tageslicht: Natürliches Tageslicht am Morgen zählt zu den wichtigsten Zeitgebern für die innere biologische Uhr. Bereits ein 20- bis 30-minütiger Aufenthalt im Freien – idealerweise innerhalb der ersten Stunde nach dem Aufstehen – kann die natürliche Cortisolausschüttung am Morgen unterstützen und dazu beitragen, den zirkadianen Rhythmus zu stabilisieren. Gleichzeitig wird der Organismus auf die spätere Melatoninproduktion vorbereitet, was das Einschlafen am Abend erleichtern kann.
  • Halten Sie bestmöglich feste Schlaf- und Aufstehzeiten ein: Regelmäßige Schlaf- und Aufstehzeiten sind ein wichtiger Baustein für einen stabilen Schlaf-Wach-Rhythmus. Gehen Sie möglichst jeden Tag – auch am Wochenende – zu ähnlichen Zeiten ins Bett und stehen Sie zur gleichen Zeit auf. Dadurch wird das natürliche Zusammenspiel von Cortisol und Melatonin unterstützt. Häufig wechselnde Schlafenszeiten können die innere Uhr hingegen aus dem Gleichgewicht bringen und sich langfristig negativ auf Schlafqualität und Cortisolregulation auswirken.
  • Integrieren Sie täglich Bewegung in Ihren Alltag: Regelmäßige körperliche Aktivität zählt zu den wirksamsten nicht-medikamentösen Maßnahmen zur Stressreduktion. Ausdauertraining, Krafttraining oder auch zügige Spaziergänge können dazu beitragen, die Stressregulation zu verbessern und langfristig die Aktivität der HPA-Achse positiv zu beeinflussen. Schon moderate Bewegung an den meisten Tagen der Woche kann sich unter anderem günstig auf die Schlafqualität, das Wohlbefinden und den natürlichen Cortisolrhythmus auswirken.
  • Vermeiden Sie intensives Training am späten Abend: Wenngleich körperliche Aktivität grundsätzlich gesund ist, kann der Zeitpunkt der Bewegung die individuelle Schlafqualität mitunter negativ beeinflussen. Sehr intensive Trainingseinheiten in den späten Abendstunden können die Ausschüttung von Stresshormonen vorübergehend erhöhen und den Körper in einen aktivierten Zustand versetzen. Wenn Sie empfindlich auf spätes Training reagieren, sollten Sie intensive Sporteinheiten möglichst in die Morgen- oder Nachmittagsstunden verlegen und abends stattdessen eher ruhige Bewegungsformen wie Yoga oder einen Spaziergang bevorzugen.
  • Pflegen Sie einen bewussten Umgang mit Koffein: Koffein blockiert die Adenosinrezeptoren im Gehirn und kann dadurch Müdigkeit unterdrücken.10 Gleichzeitig beeinflusst es bei empfindlichen Personen die Cortisolausschüttung und erschwert so häufig das Ein- und Durchschlafen. Verzichten Sie deshalb ab dem Nachmittag möglichst auf koffeinhaltige Getränke wie Kaffee, Energydrinks oder schwarzen Tee. Wie stark Koffein den Schlaf tatsächlich beeinflusst, ist jedoch individuell verschieden.
  • Reduzieren Sie die Bildschirmzeit vor dem Schlafengehen: Smartphones, Tablets und Computer stimulieren das Gehirn nicht nur durch die vermittelten Inhalte, sondern auch durch ihren hohen Anteil an blauem Licht. Dieses kann die Melatoninproduktion hemmen und dadurch den natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus verschieben.11 Schalten Sie digitale Geräte möglichst ein bis zwei Stunden vor dem Schlafengehen aus oder aktivieren Sie zumindest einen Blaulichtfilter, um Ihrem Körper den Übergang in die Nachtruhe zu erleichtern.
  • Etablieren Sie entspannende Abendrituale: Wiederkehrende Rituale am Abend signalisieren dem Körper, dass sich die Aktivitätsphase des Tages dem Ende zuneigt. Entspannende Tätigkeiten wie Meditation, Atemübungen, Progressive Muskelentspannung, sanftes Yoga oder das Lesen eines Buches können dazu beitragen, die Aktivität des vegetativen Nervensystems zu reduzieren und den Übergang in den Schlaf zu erleichtern. Besonders wirksam sind Abendrituale, wenn sie regelmäßig durchgeführt und fest im Tagesablauf verankert werden.

Wann sollte ärztlicher Rat eingeholt werden?

Ein gestörter Cortisolrhythmus kann die Schlafqualität zwar beeinträchtigen, ist jedoch nur einer von vielen möglichen Einflussfaktoren. Vor allem in stressigen Lebensphasen treten gelegentliche Ein- oder Durchschlafprobleme häufig auf und sind meist kein Grund zur Sorge. Halten die Beschwerden jedoch über einen längeren Zeitraum an oder nehmen sie deutlich zu, sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen. Fachgesellschaften sprechen in der Regel erst dann von einer chronischen Schlafstörung, wenn die Schlafprobleme mindestens drei Monate bestehen und an mindestens drei Nächten pro Woche auftreten.

Nicht immer ist ein erhöhter Cortisolspiegel die Ursache für Schlafprobleme. Hinter einer schlechten Schlafqualität können sich neben einem erhöhten Cortisolspiegel zahlreiche körperliche oder psychische Erkrankungen verbergen. Dazu zählen Depressionen, Angststörungen, Schilddrüsenerkrankungen, das Restless-Legs-Syndrom, chronische Schmerzen oder eine obstruktive Schlafapnoe. Auch bestimmte Medikamente, Alkohol, Koffein oder Schichtarbeit können den natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus erheblich beeinflussen. Nur selten ist eine hormonelle Erkrankung wie das Cushing-Syndrom, bei dem tatsächlich dauerhaft zu viel Cortisol produziert wird, der Grund für die Beschwerden. Besteht der Verdacht auf eine Störung des Cortisolhaushalts, kann der Arzt diesen mithilfe spezieller Blut-, Speichel- oder Urinuntersuchungen beurteilen.

Spätestens dann, wenn Ihre Schlafprobleme über mehrere Wochen oder Monate bestehen, Sie sich tagsüber dauerhaft erschöpft fühlen oder Begleitsymptome wie starkes Schnarchen, Atemaussetzer, unerklärliche Gewichtsveränderungen, anhaltend hoher Blutdruck oder eine ausgeprägte Leistungsminderung auftreten, ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll. Je früher mögliche Ursachen erkannt werden, desto gezielter kann eine geeignete Behandlung erfolgen.

Disclaimer

Dieser Artikel ersetzt keine Behandlung durch einen qualifizierten Therapeuten. Die Grundlage dieses Beitrags bilden Studien und aktuelle Literatur. Er darf nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden. Besprechen Sie ggf. Ihre Inspirationen aus diesem Artikel mit einem Therapeuten Ihres Vertrauens.

Biografisches

Katharina Korbach schreibt für den Narayana Verlag regelmäßig Blogbeiträge über Heilpflanzen und natürliche Wirkstoffe. Schon früh begann sie, sich für Sprache zu interessieren und eigene literarische Texte zu verfassen. Eine schwere Erkrankung während ihrer Abiturzeit veranlasste eine intensive Beschäftigung mit Gesundheits- und Ernährungsthemen, die bis heute anhält. Nach dem wiederholten Scheitern schulmedizinischer Behandlungsmethoden entschied sie sich für einen selbstwirksameren, naturheilkundlichen Therapieansatz. Eine pflanzenbasierte Ernährung war ein wesentlicher Schlüssel auf ihrem Heilungsweg.


Quellen

  1. O'Byrne NA, Yuen F, Butt WZ, Liu PY. Sleep and Circadian Regulation of Cortisol: A Short Review. Curr Opin Endocr Metab Res. 2021 Jun;18:178–186. doi: 10.1016/j.coemr.2021.03.011. Epub 2021 May 5. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8813037/.
  2. Mohd Azmi NAS, Juliana N, Azmani S, Mohd Effendy N, Abu IF, Mohd Fahmi Teng NI, Das S. Cortisol on Circadian Rhythm and Its Effect on Cardiovascular System. Int J Environ Res Public Health. 2021 Jan 14. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7830980/.
  3. Pulopulos MM, Hidalgo V, Puig-Perez S, Montoliu T, Salvador A. Relationship between Cortisol Changes during the Night and Subjective and Objective Sleep Quality in Healthy Older People. Int J Environ Res Public Health. 2020 Feb 16. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7068538/.
  4. Hirotsu C, Tufik S, Andersen ML. Interactions between sleep, stress, and metabolism: From physiological to pathological conditions. Sleep Sci. 2015 Nov. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC4688585/.
  5. Morgan E, Schumm LP, McClintock M, Waite L, Lauderdale DS. Sleep Characteristics and Daytime Cortisol Levels in Older Adults. Sleep. 2017 May 1. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC6251667/.
  6. Łuszczak J, Kocki J. Clinical evidence for the adaptogenic effects of Withania somnifera and Rhodiola rosea – A systematic review with molecular interpretation of psychometric outcomes. Ann Agric Environ Med. 2026 Mar 25. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/41906501/.
  7. Shen H, Zhang LJ, Zhu WY. The Sleep-Enhancing Effect of Lavender Essential Oil in Adults: A Systematic Review and Meta-Analysis. Holist Nurs Pract. 2026 Mar–Apr 01. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC12904233/.
  8. Cheong MJ, Kim S, Kim JS, Lee H, Lyu YS, Lee YR, Jeon B, Kang HW. A systematic literature review and meta-analysis of the clinical effects of aroma inhalation therapy on sleep problems. Medicine (Baltimore). 2021 Mar 5. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7939222/.
  9. Yogi W, Tsukada M, Sato Y, Izuno T, Inoue T, Tsunokawa Y, Okumo T, Hisamitsu T, Sunagawa M. Influences of Lavender Essential Oil Inhalation on Stress Responses during Short-Duration Sleep Cycles: A Pilot Study. Healthcare (Basel). 2021 Jul 18. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8303840/.
  10. Reichert CF, Deboer T, Landolt HP. Adenosine, caffeine, and sleep-wake regulation: state of the science and perspectives. J Sleep Res. 2022 Aug. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35575450/.
  11. Höhn C, Hahn MA, Gruber G, Pletzer B, Cajochen C, Hoedlmoser K. Effects of evening smartphone use on sleep and declarative memory consolidation in male adolescents and young adults. Brain Commun. 2024 May 17. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11154150/.

Abbildung 1: Sergey Mironov/shutterstock.com ; Abbildung 2: MY-STOCKERS/shutterstock.com ; Abbildung 3: Pikovit/shutterstock.com ; Abbildung 4: Madeleine Steinbach/shutterstock.com ; Abbildung 5: Shine Nucha/shutterstock.com

23.07.2026

Katharina Korbach